Immer wieder dieses Fieber...
mit Markus Zosel & Band am 10.7. im "Alten Brauhaus" in Wolfhagen


Es ist Samstag, der 10. Juli 2004.

Heute sollte das erste Open-Air-Konzert mit Markus & Band in diesem Jahr
stattfinden, wirklich???

Statt eines Sommertages betrug die gefühlte Jahreszeit tiefster Herbst
und ich fror bei dem Gedanken, einen Abend bei diesem miesen Wetter
draußen zu verbringen.

Bis zur Mittagszeit regnete es an einem Stück und ich hatte die Hoffnung
verloren, dass ich überhaupt nur einen Song von Markus und Band hören würde.

Wann wird's mal wieder richtig Sommer?

Diese Frage habe ich mir wohl mit einigen Millionen Deutschen an diesem Tag gestellt.

"Heute hier, morgen dort", heißt ein Lied von Hannes Wader, den Text kann 
man in diesem Jahr umschreiben in
"Letztes Jahr war's so toll, dieses Jahr gibt's nur Moll..."

Kurz vor 15:00 Uhr rief mich Werner an und fragte mich,
ob der Abend überhaupt stattfindet.
Da ich nichts anderes gehört hatte, ging ich davon aus, dass dem so ist.

Kurze Zeit später erschienen Heike und ihr Kollege Fiete bei mir,
Heike war dieses Mal mit dem Auto gekommen.

Am liebsten wäre Heike gleich nach dem Kaffee trinken Richtung Wolfhagen
aufgebrochen, so eilig hatte sie es.

Mir graute allerdings davor, mich stundenlang bei diesem miesen Wetter draußen
hin zu stellen und so beschlossen wir, um 18:00 Uhr nach Wolfhagen zu fahren.

Wir waren bereits im Februar zum Solo-Auftritt von Markus im "Alten Brauhaus",
dennoch hatte ich keine Ahnung, wie wir dort hin finden würden.

Ich dachte an die mehrmalige Rundfahrt durch Warburg im letzten Jahr und schickte
ein Stoßgebet zum Himmel, dass uns das dieses Mal nicht widerfahren würde.

Nachdem wir ein paar Leute gefragt hatten, standen wir ziemlich schnell in der
Tiefgarage in unmittelbarer Nähe des Brauhauses und mussten nur einige Schritte
zu Fuß zurück legen.

Der Bus von Markus stand bereits auf dem Hof, aber dort befanden sich weder
Tische noch irgendwelche Sitzgelegenheiten.
Großes Erstaunen bei uns dreien, wir sahen uns fragend an.

Auf einer Bank am Eingang sahen wir zwei bekannte Gesichter, Karin und Gerhard.
Karin klärte uns sofort auf, Markus, Ecki, Peter und Jörg würden im Brauhaus
spielen wegen des kühlen Wetters.

Gott sei Dank, mir fiel ein Stein vom Herzen!

Ich hatte mich allerdings für diesen Abend sehr warm angezogen,
war ja auf ein Open-Air-Konzert eingerichtet, und so saß ich dann den Abend
über in Winterkleidung im "Alten Brauhaus" und schwitzte, was das Zeug her gab.

Markus und seine Jungs waren gerade damit beschäftigt, ihre Instrumente für
den Sound-Check aufzubauen, als wir die Treppe hoch kamen.

Die Enttäuschung war groß, alle Plätze waren bereits reserviert, und so mussten
wir uns in einen Nebenraum begeben.
Schade!

Kaum hatten wir Platz genommen, erschien eine Gruppe von sechs Personen,
die sich im Nebenraum umsahen, sie hatten einen Tisch dort reservieren lassen,
wo wir gern gesessen hätten, leider aber nicht durften.

Doch, wir durften! Diese Leute hatten Angst, dass es ihnen zu laut würde und so
hatten wir drei nichts eiligeres zu tun, als unsere Sachen zusammen zu packen
und die Plätze zu tauschen, die erste Hürde hatten wir genommen.

Die nächste Überraschung kam dann von Markus.

Wir wollten in den Geburtstag von Isabelle hinein feiern und dazu hatte ich
mir einige Überraschungen einfallen lassen.

Markus erzählte mir allerdings, dass er mit seinen Jungs nur bis 23:00 Uhr
spielen wollte und nicht länger.

Heike und ich waren sehr enttäuscht, damit hatten wir wirklich nicht gerechnet.

Kurz vor 20:00 Uhr erschienen auch Isabelle und Rudi und pünktlich um 20:00 Uhr
erklang das erste Lied an diesem Abend.

Bereits zu diesem Zeitpunkt war das Brauhaus gut gefüllt, aber es wurde noch
voller und zum Schluss hatten die beiden Kellnerinnen ihre Mühe,
sich einen Weg durch die vielen Leute zu bahnen.
Was die beiden an diesem Abend geleistet haben, ist ganz unglaublich.
Mit vollen Tabletts immer die Treppe hoch, mit den leeren Gläsern die Treppe
hinunter, die haben gewusst, wofür sie an diesem Abend ihr Geld bekommen haben,
das war schwer verdientes Geld.

Zu meiner großen Überraschung traf auch meine Freundin aus Wolfhagen ein,
war ein richtiger Überraschungsabend für mich, mal so und mal so.

Gegen 21:00 Uhr wurde ich nervös, Vera und Werner waren immer noch nicht da.

Hatte den beiden den Auftrag gegeben, dass sie für Isabelle einen Blumenstrauß
zum 50. Geburtstag besorgen sollten, sie sollte davon nichts wissen und ahnte
auch nicht, was ich mir für sie ausgedacht hatte.

Gewohnheitsmäßig sah ich  auf meine Armbanduhr, als plötzlich Werner und Vera
vor mir standen, so, nun war der Abend gerettet.

Das "Alte Brauhaus" platzte aus allen Nähten, das Publikum tobte und es war
eine super Stimmung auf beiden Seiten.

Noch nie zuvor habe ich Markus mit seinen Jungs so gut drauf erlebt,
wie an diesem Abend.

Neben den schon so oft erwähnten und bekannten Liedern gab's für mich an
diesem Abend eine weitere Überraschung, sagte ja bereits, dass es für mich
ein Abend voller Überraschungen war.

Markus singt immer, wenn er mit der Band einen Abend gestaltet, zwei oder
drei Lieder allein, und auch an diesem Abend hat er mich mit einem Lied
überrascht, das auf meiner Wunschliste steht.
(Die existiert wirklich, habe sie Markus bei seinem Gig in Obergrenzebach gezeigt.)

Nach meinem Lieblingslied "Come and take me home" sang Markus das Lied
"Secret Garden" von der CD "Candid Eye" und anschließend einen Titel von John Denver,
es war "Rocky Mountain Suite."

Ich bin immer wieder auf's Neue überrascht, was sich Markus so alles merkt;
was er einmal gelesen hat, vergisst er nicht mehr.

Danke für dieses wunderschöne Lied, Markus!

Es war bereits nach 23:00 Uhr, also die Zeit, wo der Abend eigentlich beendet
sein sollte.
Was aber machten diese vier super Musiker? Sie dachten gar nicht an's aufhören
und spielten munter weiter!
Die Stimmung war allerdings auch so toll, dass es glatter Selbstmord für
Markus, Ecki, Peter und Jörg gewesen wäre, zu diesem Zeitpunkt einen Schnitt zu
machen und den Abend zu beenden.

Kurz vor 23:30 Uhr verkündete Markus, dass sie eine kurze Pause einlegen wollten,
um neue Saiten aufzuziehen und dann wollten sie in die letzte Runde starten.

Jipppiajeeaah, nun würde Isabelle doch ihre Überraschung bekommen, ich war happy!

Ich hatte Jörg verraten, dass Isabelle das Lied "Cumbaja" so liebt und habe ihn
gefragt, ob sie dieses Lied für Isabelle spielen und singen konnten.

Jörg steckte mir in der letzten Pause, dass mein Wunsch für Isabelle erfüllt würde
und ich grinste wie ein Honigkuchenpferd, weil Isabelle auf der Bank im
"Tal der Ahnungslosen" saß, sie hatte wirklich keinen Verdacht geschöpft.

Mir macht es immer und immer wieder Spaß, jemanden zu überraschen und das ist mir
an diesem Abend auch gelungen.

Kurz vor Mitternacht holten Werner und Heike die Geschenke aus Werners Auto.
Die beiden standen dann zusammen mit Vera auf der Treppe und warteten und warteten...

Es war kurz vor Mitternacht und es wurde Mitternacht - Markus, Ecki, Peter und Jörg
standen verstreut zwischen den Leuten, aber es tat sich nix!

Rudi gratulierte pünktlich kurz nach Mitternacht seiner Frau zum halben Jahrhundert.

Als wäre es ein Signal für unsere vier Musiker gewesen, standen sie plötzlich vor
ihren Mikrofonen und Markus erzählte den Anwesenden, dass es einen Geburtstag zu
feiern gäbe und sangen sofort das Geburtstagslied für Isabelle.

Werner, Vera und Heike kamen mit den Geschenken an den Tisch und so standen wir
dann alle vor Isabelle und sagten zu ihrem Geburtstag "Happy Birthday".

Isabelle war ergriffen von der Überraschung. Als Markus und seine Jungs noch das
Lied "Cumbaya" für sie sangen, war sie hin und weg.

Die Überraschung für Isabelle war gelungen und ich war hoch zufrieden, dass alle
dicht gehalten haben, das hat mir einen großen Spaß bereitet.

Kurz vor halb eins in der Frühe sangen Markus, Ecki, Peter und Jörg das letzte Lied,
es war "Song of Wyoming".

Egal, ob ich das letztgenannte Lied schon zum wievielten Male gehört habe,
es verursacht genau wie beim ersten Mal immer noch eine Gänsehaut bei mir,
und beim 50. Mal wird es wohl auch nicht anders sein.

Um halb drei in der Frühe war der Abend dann endgültig zu Ende und zu diesem
Abend ist mir als Schlusswort sogar ein kleiner Reim eingefallen:

     Die beste Therapie gegen Kummer und Schmerz

     sind  immer noch Markus Zosel & Band,

     sie erwärmen unser Herz.

 
Jutta Amert

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