Ein "kuscheliger Abend" mit Markus in der "Wetterburg"

 
Es war Donnerstag, der 30. April 2004.

Ein wunderschöner, warmer Frühlingstag, den meine Tochter Nicole und ich nachmittags auf dem
Balkon verbrachten. Ich genoss die wärmenden Sonnenstrahlen bei Vogelgezwitscher und Musik von
Markus und war zu diesem Zeitpunkt bereits in allerbester Stimmung.

Nicole lernte für die anstehende Prüfung des Fachabiturs Richtung Wirtschaft und Verwaltung
und hatte sich an diesem Nachmittag in das Thema "Marketing" verbissen.

Ich ging an diesem Tag zum wiederholtem Male ins Büro, um meinen Rucksack zu überprüfen.
Hatte ich auch nichts vergessen, waren alle Geschenke eingepackt und verstaut?

Heike, die am 22. April 40 Jahre jung geworden ist, sollte von mir eine Überraschung erhalten
und so nebenbei habe ich dann auch noch für meine lieben Freunde Isabelle und Rudi und auch für
Markus eine Kleinigkeit in den Rucksack gesteckt. Ich kam mir an diesem Tag wie der Nikolaus
persönlich vor.

Gegen 16:30 Uhr begann meine innere Unruhe, die sich mit jeder Minute mehr und mehr steigerte.

Herrje, hörte das denn niemals mehr auf, dieses Kribbeln im Bauch und diese Nervosität,
kopfschüttelnd begab ich mich ins Schlafzimmer, um mich entsprechend dem Abend anzukleiden.

Kurz nach 17:00 Uhr signalisierte mir Heike per Handy, dass sie sich bereits am "Twistesee"
befand und sich von der Sonne den Bauch kitzeln ließ.

Rudi und Isabelle wollten gegen 18:00 Uhr bei mir sein, um mich dann mit zur "Wetterburg" zu
nehmen, aber die beiden, bzw. drei, Rudis Mutter ist nun auch endgültig ein Fan von Markus
geworden, stellten meine Geduld auf eine harte Probe. Ich hasse nichts mehr, als zu warten!
Immer und immer wieder schaute ich auf die Uhr, rannte auf den Balkon, aber Rudis Auto war
weit und breit nicht zu sehen.

Endlich, um ca. 18:30 Uhr, trafen die drei bei mir ein und ich wäre am liebsten sofort
losgefahren, aber Rudi musste seinem Herzen erst einmal Luft machen über die "Hornochsen"
vor ihm, die "stinkenden LKW" und diese "langsam fahrenden Bauern". Jene hatten ihn nämlich
gezwungen, langsam zu fahren und darüber war er so erbost, dass er sich darüber aufregte.

Endlich war es so weit und wir fuhren los.

Um 19:15 Uhr kamen wir vor der Wetterburg an und ich musste dieses imposante Gebäude erst
einmal von außen fotografieren.

Bei dem Gebäude handelt es sich um das ehemalige Schloss der Grafen von Waldeck,
das um 1576 erbaut wurde, ein wirklich beeindruckender Bau.

Durch eine ebenso imposante Tür betraten wir das Innere des Gebäudes, worin sich ein
Restaurant befand, das sehr stimmungsvoll von Kerzen beleuchtet wurde.

So heimelig, wie die Kerzen leuchteten, so schlecht war das Licht aber zum Fotografieren,
das hat mein geschultes Auge sofort registriert.

Heike saß schon an unserem reservierten Tisch und so begrüßten wir sie.

Sie wollte mit uns gemeinsam ihren 40. Geburtstag nachfeiern und lud uns ein, das zu essen
und zu trinken, was wir wollten, alles auf ihre Rechnung, unglaublich!

Während wir am Tisch saßen, dachte ich noch einmal an das vergangene Jahr zurück, welch
unterschiedliche Menschen mir doch auf diesem Weg begegnet sind und nie hätte ich es für
möglich gehalten, sie alle meine Freunde nennen zu dürfen.

Eins verbindet uns alle miteinander: Die Musik, die Markus macht, und darum waren wir auch
an diesem Abend hier.

Es war wohl so gegen 19:40 Uhr, als Markus erschien.

Ich saß mit dem Rücken zur Eingangstür und musste mich umdrehen, um ihn zu sehen.

Der Bart war ab - das fiel mir als erstes auf, und er trug seine Haare zu einem Zopf
zusammen gebunden, ich war verdattert, das ist das einzige Wort, was mir dazu einfiel.

Nein, nicht der ganze Bart war ab, Markus hatte ihn gestutzt und trug jetzt nur noch
einen Oberlippen und Kinnbart, ein für mich völlig ungewohnter Anblick, an den ich mich
erst gewöhnen musste.

Wie immer begrüßte er uns persönlich und freute sich sichtlich, dass wir gekommen waren.

Ich fragte Markus, ob er vielleicht für ein bisschen mehr Beleuchtung sorgen konnte,
denn Markus, wie immer in schwarz gekleidet, sang vor einer dunklen Tür im Hintergrund und
so fürchtete ich um das Gelingen der Fotos an diesem Abend.

Kurze Zeit später erschien Markus mit einem ca. zwei Meter großen, schmiedeeisernen
Kerzenleuchter, der mit fünf großen Kerzen bestückt wurde, leider aber auch nicht für die
nötige "Erleuchtung" sorgte, aber es war einen Versuch wert. Dieser Kerzenleuchter stand
zu meiner linken Seite nur ca. einen Meter von mir entfernt und ich hatte ein ungutes Gefühl,
dass mit diesem Ding noch etwas passieren würde, ich und meine Vorahnungen!

Hatte gleich nach der Ankunft meine kleinen Geschenke für die jeweiligen Personen auf den
Tisch gelegt und Heike sah ganz gespannt auf ihr Päckchen. Markus wollte seine Dinge aber erst
nach dem Abend auspacken und so musste Heike sich in Geduld fassen und warten, bis auch Markus
seine Päckchen auspackte und das ist ihr nicht ganz leicht gefallen.

Kurz vor 21:00 Uhr erschienen dann Vera und Werner mit ihrem Sohn Maurice und nun konnte der
"Tanz in den Mai" mit Markus beginnen. Was konnte es schöneres geben, den Beginn des
Wonnemonats Mai hier gemeinsam mit Markus zu verbringen, ich war Feuer und Flamme.

Wenige Sekunden später erschienen an unserem Tisch Bekannte von Isabelle und Rudi und ich sagte
noch zu Frank: "Pass auf den Kerzenständer auf..." da war es auch schon passiert!
Peng!!!! Der Kerzenständer fiel um, zwei Kerzen trafen den Vater von Frank im Genick und um ein
Haar hätte ich in Flammen gestanden, so wörtlich hatte ich das aber nicht gemeint!

Während des Abends behielt ich dieses Ungetüm im Auge und wehe, ihm kam jemand zu nahe,
dann war ich schon auf dem Sprung.

Markus begann pünktlich um 21:00 Uhr mit seinem Programm und ich bin immer wieder fasziniert,
wie sehr er seine "Zuhörer" in seinen Bann zieht.

Für mich war es der 14. Live-Abend und doch ist es immer wieder neu, immer wieder anders,
aber immer wieder schön, Markus live zu erleben!

Markus war gut gelaunt, wir auch und so sangen wir bei den Liedern, die wir kannten, mehr
oder weniger laut oder leise und richtig oder falsch mit.

Zu einigen Liedern erzählte uns Markus ihre Entstehungsgeschichte oder eine Anekdote, die sich
mit dem jeweiligen Lied verband und es waren wieder sehr viele Lieder, die Markus an diesem
wundervollen Abend gesungen hat.

Hier ein kleiner Auszug der gesungenen Lieder:
"Country roads", "Bye, bye love", "Hello Josephine", "Blowing in the wind",
"Mrs. Robinson", "How the music changed my life", "The boxer", "No women no cry",
"Für ein bisschen Glück", "Heute hier, morgen dort", "Bridge over troubled water",
"Ring of fire", "Gentle on my mind". Und zwei meiner Lieblingslieder, gesungen von Markus,
"Hey Jude" und "Annies song" von John Denver, eines der schönsten Liebeslieder, das nach
Meinung von Markus und auch von mir, je geschrieben worden ist.
Und wer bei diesem Lied keine Gänsehaut bekommt, ist echt gefühlskalt.

In den Pausen begab sich Markus immer wieder zu seinen Fans, um mit ihnen zu plaudern.

Es ist bemerkenswert und auch bewundernswert, wie natürlich Markus geblieben ist und es auch
hoffentlich in Zukunft sein wird.

Das letzte Lied an diesem Abend war "Leaving on an jet plane" und um 1:00 Uhr war der Abend,
der viel zu schnell vorbei gegangen war, zu Ende.

Nun kamen aber die Minuten, auf die wir alle den ganzen Abend gewartet hatten, die ganz
persönlichen Gespräche mit Markus, und wer sie miterlebt hat, weiß, wovon ich schreibe.

Peter und Rita vom Fanclub aus Merseburg waren an diesem Abend auch da. Zuvor waren sie auf
der Geburtstagsfeier von Ecki, und die beiden wollten sich nun von Markus verabschieden,
da sie noch den weiten Heimweg antreten wollten.

Unglaublich aus welcher Entfernung mittlerweile die Fans von Markus anreisen, den Vogel hat aber
an diesem Abend wieder Heike abgeschossen, die seit morgens um 6:00 Uhr unterwegs war und all
die Strapazen für ein paar Stunden Live-Musik mit Markus gern in Kauf nimmt, unglaublich!

Endlich kam Markus an unseren Tisch und nun durfte Heike auch ihr Geschenk auspacken. Ich hatte
ihr ein Poster anfertigen lassen, das sie zusammen mit Markus im "Alten Brauhaus" in Wolfhagen
zeigt, ich glaube, sie hat sich darüber gefreut.

Nun war Markus an der Reihe. Päckchen Nummer eins enthielt das Video von meiner Geburtstagsfeier,
und Päckchen Nummer zwei? "Aufmachen und auspacken", forderte ich ihn auf...

Neben dem Video von meiner Geburtstagsfeier hatte ich auch einen kompletten Film verknipst und
jene Fotos hatte ich in ein Fotoalbum getan, um Markus ein kleines bisschen Arbeit abzunehmen.

War ein bisschen wie Weihnachten für mich und ich freue mich immer wieder, mit ein paar
Kleinigkeiten lieben Menschen eine Freude zu machen.

Wie heißt doch das schöne Sprichwort? Geteiltes Leid ist halbes Leid und geteilte Freude ist
doppelte Freude, so empfinde ich es jedenfalls.

Irgendwann ist auch der schönste Abend unwiderruflich zu Ende, und so verabschiedeten wir uns
um kurz nach halb zwei von Markus.

Rudi und Isabelle brachten Heike und mich zurück nach Espenau, die dann aber selbst noch nach
Adorf zurück fahren mussten.

Auf diesem Wege mal ein herzliches DANKESCHÖN an die beiden, ist nicht selbstverständlich,
was sie für mich/uns mit der Fahrerei in Kauf nehmen.

Heike blieb noch die Nacht bei mir, um am nächsten Tag zu der Veranstaltung von "Country-Rose"
in Niestetal zu gehen, bevor sie dann den Heimweg nach Boxberg antrat.

Schade, dass diese schönen Stunden im Kreise lieber Freunde so schnell vorbei gehen,
aber bereits am 15. Mai sehen wir uns im "Easy" wieder.

Jutta Amert

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